Pflegekind auf Probe

Viele Familien oder auch alleinstehende Muttis oder Vatis wollen ja vielleicht schon ganz gern einem an sich fremden Kind ein Zuhause geben, - trauen sich aber nicht so recht... Schließlich weiß ja keiner, was doch so wirklich auf einem zukommt und ob denn die eigenen Vorstellungen auch ein wenig mit den Realitäten übereinstimmen werden.

Ein guter Test in das eigene Vertrauen kann da das Angebot des AFS sein:

Erwachsene und Schüler, die einen Austauschschüler als Gastkind in ihrer Familie aufnehmen, lernen eine andere Kultur aus einem Blickwinkel kennen, der nur wenigen vergönnt ist: Durch persönliche Berichte und intensive Gespräche bekommen jährlich rund 800 deutsche Familien dank der gemeinnützigen Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Einblicke in andere Lebensgewohnheiten. Sie lernen die Geschichte, die Mentalität und Sprache eines fremden Landes aus erster Hand kennen - direkt im eigenen Zuhause. Im September 2011 kommen wieder zahlreiche Austauschschüler aus mehr als 40 Ländern mit AFS nach Deutschland, um hier ein Jahr lang in die Schule zu gehen, neue Freunde zu gewinnen und bei einer Gastfamilie Deutschland zu entdecken.

Lewen aus China (16 Jahre alt) und Gerson aus Brasilien (15 Jahre alt) sind zwei dieser Schüler. Auch in Leipzig suchen unsere ehrenamtlichen Betreuer vom AFS-Komitee "Leipzig" weltoffene Familien, die sich vorstellen könnte, eine/n Schüler/in ein Schuljahr lang bei sich aufzunehmen.

Wie wird man Gastfamilie bei AFS? Gastfamilie kann eigentlich jede Familie werden – auch Alleinerziehende und kinderlose Paare sind eingeladen, einen Gastschüler aufzunehmen. Wichtig sind Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, sich einem jungen Menschen und seiner Kultur zu öffnen. Dazu braucht es kein großes Haus oder Extrazimmer – ein freies Bett, ein Platz am Tisch und ein offenes Herz genügen, um als Gastfamilie Teil dieser interkulturellen Begegnung zu werden. Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.afs.de/gastfamilie.

Oberstes Prinzip bei der Vermittlung ist, dass der Schüler zur Gastfamilie passt, von seinen Interessen und von seinem Charakter. Daher kann es sein, dass sich eine Familie vielleicht nicht direkt für Lewen oder Gerson interessiert, aber für den Gedanken des Schüleraustauschs offen ist. Dann schlagen wir ihnen gerne einen anderen Schüler bzw. eine andere Schülerin vor. Es ist auch möglich, erst im kommenden Februar als Gastfamilie "einzusteigen", wenn die nächsten Schüler von der Südhalbkugel nach Deutschland kommen.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gern an Gabi Brandt (Telefon 030/3110286-15 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden. Wir würden uns auf jeden Fall freuen, von Ihnen oder einer interessierten Familie zu hören!

Mit freundlichen Grüßen,
Christopher Stolzenberg

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Christopher Stolzenberg
AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Regionalbüro Ost | Regional Office East
Schillerstr. 59 | D-10627 Berlin / Germany
Tel.: 030 3110286-14 | Fax: 030 3110286-16
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Hier ist es ja erst einmal sicher, dass das in diesem Fall nun wirklich fremde Kind aus einem anderen Kulturkreis, nach dem Ablauf der vereinbarten Zeit auch tatsächlich wieder geht. Und ganz schnell stellt sich vielleicht heraus, - na ganz so verkehrt war es wohl doch nicht.

Der erste Schritt zu einem Pflegekind auf Dauer wäre damit schon getan!